Am 9. Mai wird der Europatag gefeiert: Vor knapp 70 Jahren schwiegen die Waffen, ein großer Krieg war zu Ende, die Naziherrschaft endgültig besiegt. Es begann ein goldenes Zeitalter von Frieden und Völkerverständigung, Freiheit und Wohlstand, Wachstum und Sozialstaat, so die Geschichte, die man bis heute gerne mal erzählt – zumindest im Westen. Dass dieser Frieden etwa in dem ehemaligen Jugoslawien oder in den postsowjetischen Ländern unterbrochen wurde, gilt als Zufall. Dass dieser Frieden einen Preis hatte, dass in weiten Teilen Europas lange keine Rede von Freiheit sein konnte, gehört ebenfalls zu den Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Dass selbst nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus und nach dem Ende der Jugoslawienkriege Millionen Europäer mehr Wohlstand, mehr Gerechtigkeit und mehr Sozialstaat in einem anderen Land suchen, wird als überraschend betrachtet. Dass Sparmaßnahmen und Schuldenbremsen die Ungleichheiten in Europa deutlich verstärken, wird ignoriert – oder in Kauf genommen.
Osteuropa verstehen

Alle, die schon immer wissen wollten, wie es am Ostpol wirklich aussieht, erfahren es in diesem Blog. Hier finden sich all die interessanten Geschichten aus Osteuropa, die im deutschen Medien-Mainstream untergehen. Regelmäßíg berichten n-ost-Korrespondenten aus Almaty, Kaluga, Prag, Sofia und Tiflis über das, was am Ostpol außer der großen Politik sonst so los ist.Autoren
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