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Fremdschämen über die Branche

Das Deutsch-Russische Forum hat zu einem Pressegespräch anlässlich des 20. Jubiläums ins Hotel Adlon eingeladen. Die Bilanz ziehen an einem grauen Wintertag neben dem Vorsitzenden Ernst-Jörg von Studnitz der russische Botschafter Wladimir Grinin und der Sondervertreter des russischen Präsidenten, Michail Schwydkoj.  Das Lindenzimmer in der ersten Etage ist gut gefüllt, es gibt eine Reihe von Fragen.

Da meldet sich eine junge NDR-Reporterin forsch zu Wort, deren Team bei der PK dreht, und stellte die überraschende Frage: „Was können denn wir Deutschen heute noch von den Russen lernen, Herr Botschafter?“  Nachdem Studnitz sich redlich um eine etwas ausschweifende Antwort bemüht hat, folgt eine weitere Wortmeldung der Vertreterin des öffentlich-rechtlichen Senders: „Ich habe mir überlegt, was wir Medien beisteuern können“, sagt sie und da sei ihr ein Witz eingefallen: Was ist der Unterschied zwischen Putin und einem Pferd?


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STATUS B. – Nackte Frauen im Notizblock

Waren Sie schon mal im Nordkaukasus? Es gibt dort hohe, wunderschöne, raue Berge und nicht weniger raue Gesetze. Ich kann Ihnen sagen, nicht jeder ist für diesen Ort gemacht. Um dort zu überleben, oder gar zu bestehen, braucht man einen sehr starken Charakter – oder überhaupt keinen. Wenn man Journalist ist – und gar Journalist einer staatlichen Zeitung (und andere gib es ganz einfach nicht) – dann kann man in diesen rauen Bergen nur überleben, wenn man sich jedes Charakters entledigt hat.


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