Archiv des Autors: Vladka Jelinkova

Über Vladka Jelinkova

Ich bin eine Journalismus- und Tiermedizinstudentin (Ich weiß, eine sehr sonderbare Kombination. Ich bin sicher die einzige in Tschechien, vielleicht auch in Europa). Ich studierte am Österreichischen Gymnasium in Prag, da began mein Interesse an den deutsch/österreichisch-tschechischen Beziehungen. Anschließend studierte ich noch ein Jahr in den USA, ein Semester in Ljubljana, ein Semester in Paris und ein Semester in Dresden. Und jetzt befinde ich mich wieder zwischen Prag und Brünn.

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Hoffnung trotz Zeman

Zeman und SchwarzenbergToll, nochmal fünf Jahre mit einem arroganten Präsidenten, und diesmal auch noch mit einem richtigen Grobian. Und ich habe mich schon auf einen wirklich neuen Präsidenten nach Klaus gefreut. (Das einzig Positive aus meiner sicht ist, dass Zeman die europäische Idee unterstützt).

Schwarzenberg hat mehr als 45 Prozent bekommen. Das ist gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass Aristokraten, Katholiken, Emigranten und Leute mit deutschen oder österreichischen Wurzeln in Tschechien nie sonderlich beliebt waren.


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Studenten erwachen

Ausbildung ist kein Business! – Diplom ist keine Ware! -Wir sind keine Melkkühe! – Freiheit den Hochschulen! – Mit diesen und vielen anderen Transparenten haben vergangene Woche in Tschechien Tausende Studenten gegen das neue Hochschulgesetz demonstriert: 6000 in Brünn und 10.000 in Prag. Das neue Gesetz, so die Befürchtung, werde die akademische Freiheit beschränken. Außerdem wird mit der Einführung von Studiengebühren gerechnet.


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Professor oder Popcorn-Verkäufer?

Tschechien sucht einen neuen Präsidenten. Die Bürger wählen ihr Staatsoberhaupt künftig direkt, das hat das Parlament kürzlich beschlossen. Zwar endet die Amtszeit von Vaclav Klaus erst 2013, doch die Medien spekulieren schon jetzt über einen Nachfolger. ostpol-Autorin Vladka Jelinkova hat ganz eigene Vorstellungen – und einen klaren Favoriten.


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Kirchen werden entschädigt

Aktualität aus vorgestern: Das tschechische Kabinett beschloss am Mittwoch 12.1. eine Entschädigung der Kirchen – 20 Jahren nach dem Ende des Kommunismus.


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Ein anderer tschechischer „Freiheitskämpfer“ stirbt

Am Mittwoch, 4. Januar 2012, starb mit 87 Jahren eine andere große Persönlichkeit Tschechiens: Josef Škvorecký. Ein Schriftsteller, der mit anderen tschechischen Schriftstellern wie Milan Kundera oder Arnošt Lustig die sozialistische Linie nicht akzeptieren wollte.


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Die Menschenrechtserklärung „Charta 77“ feierte ihren 35. Jahrestag

Die erste Woche des Jahres brachte einige interessante Ereignisse in Tschechien…
Am 6.1.2012 war der 35. Jahrestag der Entstehung der Deklaration gegen die kommunistische Regierung namens Charta 77.


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Abschied von Václav Havel

Mehr als 10.000 Menschen haben heute Abschied von Václav Havel genommen. Sogar die slowakische Nationalflagge war zu sehen. Die Atmosphäre war sehr bewegend. Als die Pferde den Sarg zur Prager Burg brachten, begannen die Menschen spontan zu klatschen und mit den Schlüsseln zu klingeln – ein Symbol der Samtenen Revolution, deren Held Václav Havel war.


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Unser Vater hat uns verlassen

Václav Havel, der ehemalige Präsident Tschechiens, ist am Sonntag in die Ewigkeit eingegangen. Ich weine noch, wenn ich diesen Text schreibe. Havel symbolisierte für mich Demokratie, Mut, moralische Werte, die Rückkehr nach Europa und die westliche Kultur.

Seine Zusicherung, dass Wahrheit und Liebe über Lüge und Hass siegen müssen, hat mich durch meine Kindheit begleitet. Es scheint mir, dass nicht nur ein großer Mensch von uns gegangen ist, sondern dass mit seinem Abschied auch meine Kindheit und die Kindheit unserer Demokratie endet.


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Die Geschichte tritt aus dem Nebel

Die Kunst ist ein Barometer der Zeit, sagt man. In Tschechien werden jetzt mehr und mehr Filme und Bücher veröffentlicht, die über die komplizierten Beziehungen zwischen den Tschechen und den Deutschen in der Nachkriegszeit sprechen. Ist das ein Zeichen, das jetzt die Zeit einer neuen Generation kommt, die keine Angst hat, die Geschichte mal nicht schwarz-weiß, klischeehaft betrachten?

Ein neuer Film, der von der dunklen Geschichte spricht, ist der Film Alois Nebel (ein Jahr nach dem Film Habermann). Der Name ist ein „Omen“, ein Wortspiel für Tschechen, die Deutsch sprechen. Der ganze Film (eine originelle Kombination eines Spielfilms und eines Komiks) ist ein bisschen verhüllt im Nebel, wie auch die Geschichte der Vertreibungen (oder Aussiedlungen, wie man sie in Tschechien nennt).


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Verloren im rumänischen Banat

„Du musst es sehen! Das Banat ist einfach toll! Leute sprechen dort Alttschechisch, ackern mit Pferden und Kühen, tragen Trachten. Und wie sie kochen!“, sagten mir meine Freunde enthusiastisch, als wir uns entschieden, vor unserer Rückreise nach Prag noch einen Zwischenhalt im rumänischen Banat zu machen.

Dort, in der Nähe von der serbischen Grenze, gibt es 6 kleine Dörfer – Gerník (Gârnic, Weitzenried), Bígr (Bigăr, Schnellersruhe), Eibentál (Eibenthal), Svatá Helena (Sankt Helene, Sfânta Elena), Rovensko (Ravensca) und Šumice (Şumiţa).
Wie ist es dazu gekommen, dass es im Westen Rumäniens, mehr als 1.000 Kilometer von Prag entfernt, tschechische Dörfer gibt?


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