Monatsarchive: September 2011

Mein erstes Mal

Kosovo, so wird oft gesagt, ist ein „unfinished state“. Das stimmt. Kosovo ist so „unfinished“, dass auch die Grüne Versicherungskarte keine Gültigkeit hat. Wer also mit dem Auto in den Kosovo fahren will, und sei es nur für einen Tag, muss deshalb an der Grenze zunächst eine örtliche Kfz-Versicherung abschließen. Und damit es sich auch richtig lohnt, beträgt die minimale Versicherungsdauer 14 Tage. Neulich war es wieder soweit: Ich wollte von Sofia nach Montenegro und hatte mich für die Route über den Kosovo entschieden.


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Pure Unvernunft

Chatschapuri Adscharuli. Man muss sich diesen Namen mal auf der Zunge zergehen lassen. Chat-scha-puri Ad-scha-ruli. Üppig schmeckt das und nach Überfluss, weich, weiß und grenzenlos.

Genau das ist Chatschapuri Adscharuli, meine georgische Leibspeise: ein barockes Schiff aus Weizenteig, gefüllt mit weißem, salzigen Käse, mit Butter garniert und überbacken, gekrönt von einem Spiegelei. Chatschapuri Adscharuli ist pure Unvernunft. Es ist groß und fettig. Es wirft einen nieder, man schwört sich „Nie mehr!“

Doch es ist mit diesem Chatschapuri wie mit dem Landzipfel, aus dem es stammt:


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Eine Mischung aus Wladimir Wyssozki und Jim Morrison

Ein Akkordeonspieler, der seine Lieder mit dem Handy aufnimmt, ist über Youtube zum Star geworden. Er scheint den Russen endlich wieder die musikalische Mixtur zu geben, die sie seit dem Ende der Sowjetunion so schmerzlich vermissen: Musik, Poesie und Patriotismus.

Quelle: Alexey Maishev, Russki Reporter


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Striptease für die Pressefreiheit

Für das Recht, ohne staatliche Zensur schreiben zu dürfen, greift eine der populärsten Journalistinnen der Oppositionspresse in Kasachstan zu spektakulären Mitteln – sie gibt quasi ihr letztes Hemd für die Pressefreiheit.

 

„Lieber die nackte Wahrheit, als eine hübsche Lüge,“ ist die Botschaft von Guljan Jergaliejewa, zu der sie in einem Video die Hüllen fallen lässt.


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Verloren im rumänischen Banat

„Du musst es sehen! Das Banat ist einfach toll! Leute sprechen dort Alttschechisch, ackern mit Pferden und Kühen, tragen Trachten. Und wie sie kochen!“, sagten mir meine Freunde enthusiastisch, als wir uns entschieden, vor unserer Rückreise nach Prag noch einen Zwischenhalt im rumänischen Banat zu machen.

Dort, in der Nähe von der serbischen Grenze, gibt es 6 kleine Dörfer – Gerník (Gârnic, Weitzenried), Bígr (Bigăr, Schnellersruhe), Eibentál (Eibenthal), Svatá Helena (Sankt Helene, Sfânta Elena), Rovensko (Ravensca) und Šumice (Şumiţa).
Wie ist es dazu gekommen, dass es im Westen Rumäniens, mehr als 1.000 Kilometer von Prag entfernt, tschechische Dörfer gibt?


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