Ich war immer ein wenig skeptisch (und bin es eigentlich auch immer noch), was den Nutzen von „Twitter“ für Journalisten betrifft. Was, bitte schön, lässt sich mit 140 Zeichen überhaupt Interessantes mitteilen? Zum Beispiel dies: Anfang Juni wurde in Mazedonien „getwittert“, dass am Rande einer Parteiveranstaltung in Skopje ein junger Mann von einem Polizisten zu Tode geprügelt worden ist. Hundertfach wurde dieser Tweet (so heißen die Kurznachrichten) in kürzester Zeit „re-tweeted“, und am nächsten Tag schon demonstrierten etwa 150 junge Menschen, bevor die traditionellen Medien überhaupt über den Todesfall berichtet hatten. Die gaben dann sowieso erst einmal nur die offizielle Stellungnahme der Regierung wieder: Dem 22-jährige Martin Neskoski, sei übel gewesen, es habe sich um einen Unfall gehandelt – und vor allem: Es konnten keine Spuren von Gewalt gefunden werden. ![]()
Osteuropa verstehen

Alle, die schon immer wissen wollten, wie es am Ostpol wirklich aussieht, erfahren es in diesem Blog. Hier finden sich all die interessanten Geschichten aus Osteuropa, die im deutschen Medien-Mainstream untergehen. Regelmäßíg berichten n-ost-Korrespondenten aus Almaty, Kaluga, Prag, Sofia und Tiflis über das, was am Ostpol außer der großen Politik sonst so los ist.Autoren
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